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Argumente für mehr Gehalt bei der nächsten Lohnverhandlung

Autor: Tobias Egli / am

Bei der Lohnverhandlung kommt es darauf an, stichhaltige Gründe für eine Lohnerhöhung zu nennen. Eine gute Vorbereitung hilft weiter.

Mindestens einmal im Jahr steht bei den meisten Arbeitnehmern eine Lohnverhandlung an. Das ist der richtige Zeitpunkt, mit dem Chef über eine Anhebung des Lohns zu sprechen. Es gibt gute Gründe für die berechtigte Frage nach mehr Geld. Allerdings sollte man sich unbedingt sorgfältig vorbereiten und gut recherchierte Fakten liefern. Damit steigen die Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang des Gesprächs.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Lohnverhandlung?

Zeitpunkt für eine Lohnverhandlung

Wohl jeder Arbeitnehmer ist vor der Verhandlung seines Gehalts ein wenig nervös. Schliesslich macht man sich Hoffnungen auf mehr Geld und möchte deshalb mit guten Argumenten überzeugen. Ausserdem besteht immer die Möglichkeit, dass der Vorgesetzte das Ansinnen ablehnt und dass man hinterher enttäuscht ist. Ein gewisser Respekt vor der Lohnverhandlung ist deshalb völlig normal und nachvollziehbar.

Einen richtigen oder falschen Zeitpunkt für die Verhandlung gibt es eigentlich nicht. Allerdings sollte man das Gespräch immer in Ruhe führen. Damit es genug Zeit für die Lohnverhandlung gibt, sollte man den Chef um einen Termin bitten. In vielen Unternehmen ist es üblich, einmal im Jahr ein Beurteilungsgespräch zu führen. Dieses Gespräch wird gerne auch als Jahresendgespräch bezeichnet.

Falls ein solches Gespräch in deiner Firma üblich ist, nutzt du die Gelegenheit für eine Lohnverhandlung. Häufig spricht der Chef das Thema Gehalt ohnehin von sich aus an und unterbreitet einen Vorschlag. Ist das nicht der Fall, dann sollte man als Arbeitnehmer selbstbewusst nach einer Gehaltserhöhung fragen. Das Jahresendgespräch ist dafür der perfekte Zeitpunkt.

Welche Gründe sprechen für eine Lohnverhandlung?

Vermutlich denkt jeder Arbeitnehmer, dass eine Lohnerhöhung für ihn zu rechtfertigen ist. Schliesslich hat man in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt Überstunden gemacht, neue Aufgaben übernommen oder den Kollegen vertreten. Vielleicht hat man sich in ein neues IT-System eingearbeitet oder eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen.

Bevor man sich die Argumente für die Lohnverhandlung genauer überlegt, ist eine kurze Bestandsaufnahme zu empfehlen. Wenn sich in den vergangenen Monaten etwas gravierend im eigenen Verantwortungsbereich geändert hat, lohnt sich der Gedanke an eine Lohnverhandlung. Das ist der erste Anhaltspunkt und Indikator für die Frage nach einer Verhandlung des Lohns.

Läuft die eigene Arbeit seit einiger Zeit unverändert fort, gestaltet sich die Suche nach Argumenten für eine Lohnerhöhung schwierig. Gab es hingegen Veränderungen, die auf Mehrarbeit oder mehr Verantwortung schliessen lassen, ist das ein guter Auslöser für eine Lohnverhandlung.

Welche Argumente sind bei Lohnverhandlungen sinnvoll?

Lohnverhandlungen

Für eine Lohnerhöhung gibt es einige gute Gründe, die beim Arbeitgeber erfolgversprechend sind:

  • Man hat im Job mehr Verantwortung übernommen.
  • Der Arbeitsbereich wurde erweitert.
  • Der Mitarbeiter hat eine erforderliche Weiterbildung abgeschlossen.

Jeder dieser Gründe spricht für eine Lohnverhandlung. Damit sie erfolgreich verläuft, sollte man das Gespräch als Arbeitnehmer gut vorbereiten. Dabei helfen konkrete Beispiele, die man detailliert belegt.

Der Vorgesetzte hat mehr Verantwortung übertragen

Dieses Argument ist typisch für eine Lohnverhandlung. Vielleicht hat der Arbeitnehmer seine erste Führungsposition übernommen und ist nun Teamleiter. Damit erweitert sich sein Verantwortungsbereich. Er hat zukünftig Führungsverantwortung und ist für die Mitarbeiterführung zuständig. Nach einer Einarbeitungszeit von zwei oder drei Monaten lohnt sich die Frage nach der Lohnverhandlung auf jeden Fall.

Die Aufgaben wurden diversifiziert

Auch dieser Grund ist in einer Lohnverhandlung häufig ausschlaggebend. Wenn sich der Arbeitsbereich verändert hat, weil ein Mitarbeiter zusätzliche Aufgaben übernimmt, rechtfertigt das mehr Geld. Wichtig ist, dass man als Arbeitnehmer genau begründet, welche Arbeit neu hinzugekommen ist. Eine erfolgreiche Einarbeitungszeit darf im Gespräch gerne erwähnt werden.

Die Ursachen für die Übernahme neuer Aufgaben können übrigens recht unterschiedlich sein. Vielleicht wurden zwei Abteilungen zu einem Bereich zusammengefasst. Unter Umständen hat ein Kollege das Unternehmen verlassen und seine Arbeit musste aufgeteilt werden. Manchmal kann eine Restrukturierung von Prozessen dazu führen, dass Zuständigkeiten neu geregelt werden.

Für die Lohnverhandlung ist es wichtig, den Ablauf der Neuverteilung genau zu beschreiben und auf den Zeitpunkt einzugehen. Zwei bis drei Monate danach ist es an der Zeit für eine Lohnverhandlung, um mehr Geld zu erfragen.

Eine Weiterbildung rechtfertigt neue Herausforderungen

Wenn sich ein Arbeitnehmer für eine Weiterbildung entscheidet, steckt häufig der Wunsch nach einem beruflichen Aufstieg dahinter. Damit sollte dann auch ein höherer Lohn oder ein besseres Gehalt verbunden sein. Oft läuft die Weiterbildung sogar berufsbegleitend ab und muss dann mit dem Arbeitsalltag in Einklang gebracht werden. Hat man die Bildungsmassnahme erfolgreich abgeschlossen, ist die Frage nach einer Lohnsteigerung angemessen.

Im besten Fall ist der Arbeitgeber über die Weiterbildung informiert. Er kann dann mit seinem qualifizierten Mitarbeiter planen und nach dem Abschluss nach einem passenden Bereich im Betrieb suchen. Ist der Vorgesetzte dazu bereit, dann erhöhen sich die Chancen, dass der Mitarbeiter danach im Unternehmen bleibt. Gerade dann lohnt sich aber auch die Frage nach mehr Lohn oder Gehalt.

Nach einer erfolgreich beendeten Weiterbildung sollte man deshalb unbedingt mit dem Vorgesetzten sprechen und die beruflichen Pläne erörtern. Mit einem neuen Tätigkeitsgebiet sollte dann immer auch eine Lohnverhandlung einhergehen.

Es gibt also einige gute Gründe für die Verhandlung von Lohn oder Gehalt. Die aktuelle Inflation ist übrigens für die meisten Arbeitgeber keine stichhaltige Begründung für eine Lohnverhandlung. Die allgemeine Steigerung der Preise sollte man deshalb besser nicht als Argument anführen.

Ein Lohnvergleich ist ebenfalls ein eher ein schwaches Argument für mehr Geld. Allerdings kann der Vergleich des eigenen Gehalts durchaus Anlass genug sein, über die Übernahme von neuen Aufgaben nachzudenken. Vielleicht zeigt sich bei einem Gehaltsvergleich, dass andere Arbeitnehmer mit ähnlichen Tätigkeiten mehr verdienen. Dann ist es höchste Zeit, die eigene berufliche Positionierung zu überdenken.

Wie profitiert der Arbeitgeber von einer Lohnverhandlung?

die Berechnungen

Erhöht der Arbeitgeber in einer Lohnverhandlung das Gehalt, dann führt dies in erster Linie zu steigenden Kosten für seinen Betrieb. Vor diesem Hintergrund sind viele Vorgesetzte erst einmal zögerlich, wenn es um eine Lohnanhebung geht.

Allerdings bietet die Verhandlung auch die besten Möglichkeiten, für mehr Lohngleichheit im Unternehmen zu sorgen.

Die Lohnverhandlung ist dann die optimale Gelegenheit, mit einem Mitarbeiter über seine finanzielle Entwicklung zu sprechen. Der Arbeitgeber kann das Jahresendgespräch sehr gut nutzen, um eine Gehaltserhöhung auszusprechen. Im besten Fall geschieht dies, um die Lohngleichheit im Betrieb zu gewährleisten und gute Leistungen zu honorieren.

Von einer Lohnverhandlung profitieren also am Ende beide Seiten, denn auch der Arbeitgeber hat davon einige Vorteile. Auf unserer Webseite erhalten Arbeitgeber und Arbeitnehmer viele weitere praktische Hinweise, die die Zusammenarbeit verbessern können. Bei Kontaktaufnahme stehen wir ausserdem für Fragen zur Verfügung.

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